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Dienststelle Informatik

Willkommen bei der Dienststelle Informatik

Die Jugend ist unsere Zukunft

Die Dienststelle Informatik ist eine führende Ausbildungsstätte für ICT-Berufe. Wir sind Experten in unserer Branche und teilen unsere Leidenschaft für Technologie mit unseren Lernenden. Unser Ziel ist es, ihnen die Fähigkeiten und das Verständnis zu vermitteln, das sie für eine erfolgreiche Karriere in der Informationstechnologie benötigen.

Unser erfahrenes Team von Ausbildern und Fachleuten stellt sicher, dass unsere Lernenden die neuesten Technologien, Tools und Best Practices erlernen. Wir bieten eine breite Palette von Ausbildungsprogrammen an, die verschiedene Interessen und Fähigkeiten abdecken. Unser Ziel ist es, jedem Lernenden eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Informationstechnologie zu bieten.

Unsere Ausbildungsinhalte sind interessant, interaktiv und praxisorientiert. Wir sind davon überzeugt, dass Lernen Spass machen sollte. Wir legen grossen Wert auf individuelle Betreuung und unterstützen unsere Auszubildenden dabei, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Wir bieten den Young Talents eine hochwertige Ausbildung, die ihnen die Fähigkeiten und das Verständnis vermitteln, das sie für eine erfolgreiche Karriere in dieser Branche benötigen. Nähere Informationen finden sich bei unseren ICT-Berufen.

Einblick in unsere Projekte

Projekt ROK25 – Rechenzentrumsumzug

Mit dem Regierungsratsbeschluss vom September 2025 und der Genehmigung des Projektauftrags wurde der Grundstein für eines der zentralen IT-Vorhaben des Kantons Luzern gelegt. Ziel des Projekts ROK25 ist der geplante Umzug von einem bestehenden Rechenzentrum in ein neues, modernes Rechenzentrum. Damit wird der sichere, stabile und langfristige Betrieb der kantonalen IT-Systeme gewährleistet und gleichzeitig die Basis für zukünftige digitale Anforderungen geschaffen.

Ein wichtiger Meilenstein war die breit abgestimmte Festlegung des Umzugstermins für 2026. Die enge Einbindung aller kritischen Anspruchsgruppen schafft hohe Planungssicherheit und minimiert Risiken für den laufenden Betrieb.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Beschaffung der DWDM-Technologie (Dense Wavelength Division Multiplexing – eine Glasfasertechnik zur hochverfügbaren, parallelen Datenübertragung) wurde eine zentrale technische Voraussetzung für den unterbruchfreien Betrieb zwischen altem und neuem Rechenzentrum geschaffen. Parallel dazu konnten bereits wesentliche organisatorische Grundlagen wie Umzugs-, Sicherheits- und Kommunikationskonzepte erarbeitet werden.

Der Mehrwert liegt in erhöhter Betriebs- und Ausfallsicherheit, klaren Notfall- und Wiederanlaufkonzepten sowie einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Rechenzentrumsarchitektur. Die starke interdisziplinäre Zusammenarbeit und das hohe Engagement des Projektteams sichern den stabilen Projektfortschritt.

 


 

«Zug goes beeline» – Erweiterung der Lehrmittelplattform

Mit dem Projekt «Zug goes beeline» wurde der Kanton Zug an die bestehende Lehrmittelplattform beeline angebunden. Damit erhält Zug einen umfassenden Webshop für Lehrmittel der Volksschulen sowie eine vollständige Buchbranchenlösung für den Betrieb seiner Lehrmittelzentrale (LMZ). Die Plattform unterstützt Bestellprozesse, Sortimentsverwaltung und Abrechnung in einer integrierten Umgebung. Zu den wichtigsten Stakeholdern zählen die Bildungsbehörden des Kantons Zug, Lehrpersonen sowie die LMZ. Die Erweiterung wurde umgesetzt, um die bestehende Lösung strategisch weiterzuentwickeln, Synergien zu nutzen und durch ein grösseres Volumen die Wirtschaftlichkeit für alle beteiligten Kantone (UR, OW, SZ, ZG, LU) zu verbessern.

Der Mehrwert zeigt sich in einer raschen Einführung für Zug dank bestehender Infrastruktur und Fachwissen, einem stabilen und bewährten Betrieb sowie einer fairen Kostenverteilung durch zusätzliche Nutzende. Weiterentwicklungen werden gemeinsam getragen, wovon alle profitieren. Perspektivisch plant Zug, auch logistische Leistungen mit dem Lehrmittelverlag (LMV) Kanton Luzern zu bündeln, um zusätzliche Synergien zu erschliessen.



Die kantonale Verwaltung erhält neue Computerbildschirme

Der Kanton Luzern betreibt rund 6’800 Computerarbeitsplätze an etwa 180 verschiedenen Standorten. Die bisher verwendeten Bildschirme sind fast zehn Jahre alt und müssen ersetzt werden.

Deshalb werden alle Arbeitsplätze schrittweise mit neuen, modernen und einheitlichen Monitoren ausgestattet. Diese eignen sich sowohl für feste Arbeitsplätze als auch für gemeinsam genutzte Arbeitsplätze (Shared Desk).

Als Grundlage für die Auswahl diente eine Umfrage mit über 70 Vertreterinnen und Vertretern aus allen Departementen, den Gerichten und der Staatskanzlei. Als neuer Standard wurde ein gebogener 40-Zoll-Monitor festgelegt, der für rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze geeignet ist. Zusätzlich wurden weitere Bildschirmmodelle, externe Kameras sowie Dienstleistungen für Lieferung, Abbau der alten Geräte und Inbetriebnahme der neuen Technik ausgeschrieben.

Der Austausch der Monitore erfolgt zwischen Juni 2026 und Mai 2027. Aktuell läuft die Bestellaufnahme durch die kantonalen Organisationen. Nach der Bestellaufnahme wird die Rolloutplanung durch die Dienstleisterin in Zusammenarbeit mit den Standortverantwortlichen umgesetzt.

Bevor die neuen Bildschirme installiert werden, baut eine externe Dienstleisterin die alten Geräte ab. Diese werden aufbereitet, weiterverwendet oder über spezialisierte Händler verkauft. So wird die bestehende Hardware im Sinne der Steuerzahler möglichst sinnvoll weitergenutzt. Ein privater Kauf der alten Geräte ist leider nicht möglich, da dafür die nötigen personellen und technischen Ressourcen fehlen.

Im Rahmen dieses Projekts werden auch rund 1’200 Computerarbeitsplätze für das neue kantonale Verwaltungsgebäude beschafft und eingerichtet, das ab November 2026 schrittweise bezogen wird.


Zahlungsharmonisierung Kanton Luzern

Mit dem Projekt Zahlungsharmonisierung wurde der gesamte Zahlungsverkehr des Kantons Luzern umfassend modernisiert und vereinheitlicht. Ziel war es, die bisherigen unterschiedlichen Formate und teilweise manuellen Abläufe im SAP-Finanzsystem durch einen durchgängigen, digitalen und standardisierten Prozess für Zahlungseingänge und -ausgänge zu ersetzen. In diesem Zuge konnte das Abacus-System abgelöst werden, das als externe Lösung an die Banken angebunden war und als EBICS-Schnittstelle diente.

Zu den zentralen Stakeholdern zählten die kantonale Finanzverwaltung, interne SAP- und IT-Fachstellen, externe Projektpartner wie Eprox Consulting AG und Wavestone sowie die beteiligten Banken, darunter die Luzerner Kantonalbank, UBS und weitere Finanzinstitute.

Das Vorhaben wurde umgesetzt, um die steigende Komplexität im Zahlungsverkehr zu reduzieren, Medienbrüche zu eliminieren und Transparenz sowie Revisionssicherheit zu erhöhen.

Der Mehrwert zeigt sich in mehreren Punkten: standardisierte ISO-20022-Formate ermöglichen klarere Kontoauszüge, zentrale Freigabeprozesse erhöhen Sicherheit und Betrugsprävention, manuelle Arbeitsschritte werden reduziert und die Audit-Fähigkeit verbessert. Zusätzlich wurden Systemlandschaft und Betrieb vereinfacht.

Der Ausblick ist positiv: Die harmonisierte Zahlungslandschaft bildet eine stabile Basis für weitere Automatisierungen und digitale Innovationen im Finanzwesen des Kantons Luzern.


GPU für KI – Aufbau einer kantonsinternen Testumgebung

Auf Anfrage wurde ein Konzept für eine kantonsinterne KI-Testumgebung erarbeitet und umgesetzt. Ziel war der Aufbau eines GPU-basierten KI-Servers, der es verschiedenen Dienststellen ermöglicht, KI-Anwendungen auszuprobieren, zu erlernen und praxisnah zu testen. Grundlagen zu KI-Architekturen, Large Language Modellen, Frameworks und GPU-Technologien wurden dafür evaluiert.

Die Hardware wird mittels Hypervisor virtualisiert, sodass die Ressourcen flexibel auf unterschiedliche Anwendungen und Use-Cases verteilt werden können. Dadurch kann jede Abteilung die Leistung genau nach Bedarf nutzen, und mehrere Projekte laufen gleichzeitig auf derselben Infrastruktur.

Die Testumgebung ermöglicht Mitarbeitenden, KI-Anwendungen kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln und praxisnahe Beispiele zu erproben – etwa Machine-Learning-Analysen von Luftbildern, Voice-to-Text-Anwendungen, KI-gestützte Code-Optimierungen oder Applikationen wie «DeepJudge».

Der Mehrwert liegt im gezielten Aufbau von Know-how, in praxisnahen Schulungen und der Sensibilisierung für KI innerhalb der Verwaltung. Aufgrund steigender Nachfrage wird die Hardware derzeit mit zusätzlichen GPUs erweitert, um noch mehr Experimentiermöglichkeiten zu schaffen.

Einführung Office 365

Der digitale Arbeitsplatz mit Office 365 wurde erfolgreich in der kantonalen Verwaltung eingeführt. Die erste Rolloutphase mit den neuen Office-Anwendungen konnte planmässig abgeschlossen und bis September 2025 an allen Arbeitsplätzen ausgerollt werden. Damit steht sämtlichen Mitarbeitenden eine moderne, einheitliche und zukunftssichere Office-Umgebung zur Verfügung.

Der Mehrwert zeigt sich insbesondere in einer verbesserten Benutzerfreundlichkeit, standardisierten Arbeitsmitteln sowie in einer effizienteren Zusammenarbeit. Durch die einheitliche Plattform werden gemeinsames und mobiles Arbeiten deutlich erleichtert. Gleichzeitig konnten veraltete Anwendungen abgelöst und der Betriebs- und Supportaufwand reduziert werden.

Mit diesem Meilenstein wurde eine stabile technologische Basis geschaffen, um weitere Funktionen wie Teams Telefonie und erweiterte Kollaborationsmöglichkeiten einzuführen. Der digitale Arbeitsplatz entwickelt sich damit schrittweise zu einer zentralen Drehscheibe für effiziente, vernetzte und flexible Arbeitsformen in der kantonalen Verwaltung.

Vergabestatistik mit SAP-Technologie

Gemäss der Verordnung zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen müssen sämtliche Vergaben ab 50'000 Franken in einer Statistik festgehalten werden. Diese Vergabestatistik kann innert drei Jahren nach Bedarf öffentlich eingesehen werden. Zudem dient die Statistik zur jährlichen Information des Regierungsrates über die kantonalen Vergaben.

Mit der Aufnahme der Vergabestatistik ins Enterprise Data Warehouse (EDW) SAP Business Warehouse (BW) werden die Daten künftig in einer Datenbank strukturiert festgehalten. Die Datenqualität wird zu den bisherigen diversen Excel-Dokumenten massgeblich verbessert. Zudem ist eine Datenbank die bessere Grundlage für den heutigen Bedarf von wiederkehrenden und Ad-hoc Auswertungen.

Die Lösung ist mit SAP-Technologie implementiert. Den Benutzern aus allen Dienststellen steht eine Erfassungsmaske zur Verfügung, die sie über die Workzone öffnen. Die Erfassungsmaske ermöglicht eine benutzerfreundliche Eingabe der Werte. Die erfassten Werte werden in das SAP BW gespeichert. SAP BW generiert aus den erfassten Werten automatisiert die Vergabestatistik.

HCM23++ Mehrfachanstellungen / Kostenstellensplit mit SAP-Technologie

Die Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) Luzern führt sieben von acht Standorte im Auftrag der Universität Luzern, der Pädagogischen Hochschule Luzern und der Hochschule Luzern. Entsprechend müssen Personalpensen geplant, regelmässig ausgewertet und Personalkosten korrekt an die beteiligten Institutionen weiterverrechnet werden.

Bisher wurde dies über sogenannte Mehrfachanstellungen gelöst: Mitarbeitende mit Tätigkeiten für mehrere Institutionen waren mehrfach angestellt, um ihre Personalkosten auf verschiedene Kostenstellen zu verteilen. Diese «unechten» Mehrfachanstellungen wurden per 1. Januar 2026 aufgelöst.

Neu verfügt jede betroffene Person über eine einzige, eindeutige Anstellung. Die Aufteilung der Personalkosten erfolgt nun über einen Kostenstellensplit, der im HCM-System anteilig erfasst wird.

Diese Umstellung erforderte eine neue Lösung für Personalplanung, Controlling und Kostenverrechnung. Dazu wurden eine zentrale Datengrundlage für die Kostenstellenverteilung sowie ein neues Datenmodell geschaffen, das Lohnkosten und FTE der ZHB-Mitarbeitenden korrekt und transparent ausweist.

 

Benjamin Fläming, Direktor ZHB: «[…] Die Administration der Mehrfachanstellungen war z.T sehr aufwändig und sowohl intern an der ZHB als auch gegenüber anderen Dienststellen und Abteilungen immer wieder erklärungsbedürftig. […] Wir sind daher mit der gefundenen Lösung so glücklich und ungemein beruhigt […]»

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